Strichzeichnung zweier Personen mit Megafon bei einer Demonstration, eine Person spricht in ein Mikrofon, die andere hält den Lautsprecher.

Einige Mitglieder des Arbeitskreises stellen sich vor!

Katharina Hoffmann ist promovierte Historikerin im Ruhestand und Aktivistin. Ihre Forschungsschwerpunkte beinhalten die Bereiche der Erinnerungskulturen, Geschlechtergeschichten sowie Flucht und Migration.

Sowohl durch ihre wissenschaftlichen als auch aktivistischen Tätigkeiten, etwa bei der Seebrücke Oldenburg, sammelte sie über die Jahre zahlreiche Erfahrungen in der politischen Bildungsarbeit. Ihr Engagement verrichtete Katharina somit stets an der Schnittstelle zwischen Institution und Zivilgesellschaft. Neben ihrer ungezwungenen und sympathischen Art macht sie dies zu einer besonders wertvollen Kollegin.



Saskia Benthack leitet und kuratiert für das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg aktuell das Projekt „Klimaoasen“ und ist dort für Dialog, Forschung und Konzeption zuständig.

Als ausgebildete Kunsthistorikerin und Kulturwissenschaftlerin erforscht sie koloniale Zusammenhänge schon seit geraumer Zeit. Dieser Fokus dient ihr auch in beruflichen Projekten als Kompass. Dazu zählt die Leitung des Projekts „Smell It“ oder ihre jetzige Arbeit, die die Entwicklung verschiedener Bildungsangebote und Workshops miteinschließt.

Soniya Alkis ist derzeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Erziehungswissenschaften der Europa-Universität Flensburg tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte sind dort u.a. inklusive Bildung in der Migrationsgesellschaft und rassismus- und diskriminierungskritisches Lehren und Lernen.

Für ihre Beteiligung am Arbeitskreis griff sie von Anfang an auf die Expertise ihres Arbeitsalltags zurück. Um Menschen auf die allgegenwärtige Existenz von (kolonial-)rassistischen Denk- und Handlungsmustern aufmerksam zu machen, braucht es eine sensible und dennoch nachdrückliche Überzeugungsarbeit. Als Schulpädagogin und Verantwortliche für Lehrer:innenbildung leistet Soniya Alkis genau das und stellt sich somit immer wieder großen Herausforderungen.

Alexander Duschek studierte Geschichtswissenschaft an der Universität Münster und Museum und Ausstellung an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Von 2021 bis 2023 war er als wissenschaftlicher Volontär am Stadtmuseum Oldenburg tätig. Aktuell leitet er ein Projekt für digitale Geschichtsvermittlung am Historischen Museum Frankfurt. Schon im Studium hat er sich mit der Kolonisierung Nordamerikas beschäftigt und weiß heute auch um die dringende Notwendigkeit von postkolonialen Heilungsprozessen.

„Bislang ist das Thema Kolonialismus eines, das nur am Rande behandelt wird. Noch immer müssen vor allem BIPoCs kostenlose Bildungsarbeit leisten, um weiße Menschen von kolonialen Kontinuitäten zu überzeugen. Das ist ebenso unerträglich wie unverhältnismäßig. Durch meine Teilnahme am Arbeitskreis möchte ich das nachhaltig ändern.“

Marcel Hackler studierte Bio- und Nanotechnologien an der Fachhochschule Südwestfalen und Sustainability Economics and Management an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Er arbeitete als Studienleiter „Kirche und Politik“ bei der Akademie der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg. Nun ist er im Referat Bildung in der Koordinierungsstelle Kirche und Gesellschaft tätig. Er gehört dem Arbeitskreis seit 2022 an. Darüber hinaus setzt er sich für die Vernetzung zivilgesellschaftlicher Initiativen im Nachhaltigkeitsbereich in Oldenburg ein.

Besonders wichtig ist ihm die Umsetzung und Gestaltung von Bildungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen, um Themen der Zukunftsfähigkeit in die breite Gesellschaft und besonders an jüngere Generationen zu tragen. 

Dr. Dominik Gautier ist seit 2012 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Systematische Theologie am Institut für Evangelische Theologie und Religionspädagogik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Dabei forscht er unter anderem an Fragen, welche Rolle das Christentum bei der Aufrechterhaltung von Rassismus spielt, und engagiert sich vor diesem Hintergrund innerhalb des Arbeitskreises. Seine Promotion mit dem Titel „Die Ambivalenz des Realismus. Reinhold Niebuhrs theologische Ethik in rassismuskritischer Perspektive“ schloss er 2020 ab.

Er studierte an der Universität Oldenburg und am Union Theological Seminary in New York. Im Herbst 2022 war er als Visiting Scholar an der McAfee School of Theology, Mercer University, in Atlanta, USA, unter anderem verantwortlich für ein Seminar zum Thema „Reformed Theologies of Nature“. Zudem ist er an dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Netzwerk „Bridging Black Freedom Struggles. German and U.S.-American Perspectives“ beteiligt.

Lena Nzume ist seit November 2022 Abgeordnete des Niedersächsischen Landtags und dort als Sprecherin für Bildungspolitik (Diversität und Inklusion an Schulen, Lehrkräftebildung, Berufsbildende Schulen), Arbeit und Gedenk-stätten tätig.

Der Kampf gegen rassistische Gesellschaftsstrukturen und das koloniale Erbe bestimmt jedoch nicht nur ihre politische Arbeit, sondern war schon seit ihrem Studium der Soziologie eines ihrer Kernziele. Auch das Thema migrantischer Perspektiven war und ist ihr ein großes Anliegen – nicht nur aufgrund ihrer Biografie.
Bei der Stadt Oldenburg war sie in der Vergangenheit u.a. Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte und Koordinato-rin für Migration und Teilhabe. Ehrenamtlich engagierte sie sich bei der LAG Flucht & Migration und war beratendes Mitglied im Integrationsausschuss der Stadt Oldenburg. Zuletzt war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Pädagogik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg tätig.



Nele Westerholt ist Literaturwissenschaftler:in und Ethnolog:in. Neben ihrer* Care-Arbeit ist sie* als systemische Berater:in für den Bereich Antidiskriminierung und Teilhabe tätig.

Im Arbeitskreis engagiert Nele sich in erster Linie in ihrer* Rolle als Bewohner:in Oldenburgs und versucht dort, die Themen niedrigschwellig zu verhandeln und anzubieten. Auf diese Weise möchte sie* Oldenburger:innen aus unterschiedlichen Bereichen dazu ermutigen, sich dem Netzwerk anzuschließen und gemeinsam an der Dekolonisierung der Stadt mitzuwirken.

Malte Kleinschmidt studierte Musikwissenschaften, Philosophie und Soziologie und lehrt und forscht heute am Institut für Didaktik der Demokratie an der Leibnitz Universität Hannover zu den Schwerpunkten Dekolonialität, Inclusive Citizenship Education, Rassismuskritik und Globalisierung als Herausforderung für die politische Bildung. Er ist in der Geschäftsleitung des Leibniz Forschungszentrums „Center for inclusive Citizenship“ tätig. Seine Dissertation erschien unter dem Titel: „Dekoloniale politische Bildung. Eine empirische Untersuchung von Lernendenvorstellungen zum postkolonialen Erbe“.

Als Aktivist setzt er sich für eine rassismuskritische Gesellschaft, gegen die menschenfeindliche Praxis der Abschottung und Push-Backs an den EU-Außengrenzen und für die Rettung geflüchteter Personen in Notsituationen ein.